
20-Jähriger aus Warnemünde macht sich vom Kinderzimmer aus selbstständig
Jonas Uhlig (20) erarbeitete sich als Kind knapp 75.000 Euro – und verzockte das Geld fast komplett. Mit dem Rest startet der Warnemünder jetzt als Gründer durch.
Die Kühlungsbornerin Kira Schriewer arbeitet gern in ihrem Bauwagen-Atelier im Garten.
© Quelle: Manuela Thamm
Was als Hobby begann, ist heute fester Bestandteil des Einkommens für die 39-Jährige aus Kühlungsborn. Längst setzten nicht nur Freunde und Bekannte auf Kira Schriewers Karten, Schriftzüge und Geschenke. Auch regionale Unternehmen gehören zu den Kunden.
Kühlungsborn. Kreativität ist ihr Geschäft und ihr Markenzeichen. Kira Schriewer aus Kühlungsborn hat sich mit ihren Zeichnungen und Schriften über die Jahre einen großen Kundenstamm erarbeitet. Die Skyline von Kühlungsborn zeichnen, Postkarten fürs lokale Festival entwerfen oder eine besondere Karte zur Geburt – all das hat sie schon umgesetzt.
2019 hat die Kühlungsbornerin ihr Nebengewerbe begonnen. „Mittlerweile ist es ein fester Bestandteil meines Einkommens“, sagt Kira Schriewer.
Die 39-Jährige ist als Marketing-Leiterin im Hotel „Upstalsboom“ beschäftigt. Doch an zwei Tagen pro Woche widmet sie sich ganz ihrer Firma „Kirativ“. „Im vergangenen Jahr war ich noch vier Tage in der Woche im Büro, jetzt sind es drei.“ Sie habe gemerkt, dass ein Tag nicht genüge, um Neues auszuprobieren. „Ich hatte an dem Tag damit zu tun, meine Aufträge abzuarbeiten.“ Auch abends werkelte sie weiter.
Dabei begann alles eher zufällig. „Ich war schon immer kreativ und habe gern gebastelt“, erinnert sich Kira Schriewer. Für Freunde oder Familie gestaltete sie gern besondere Karten. Und dann kam auch mal eine Anfrage. Besonders beliebt: gemalte Bilder zur Geburt.
„Irgendwann sagte eine Freundin: ‚Mach das doch professionell, leg ein Profil bei Instagram an – und los geht’s!‘“ Einer der ersten offiziellen Aufträge kam von einer Tanzgruppe aus Schwerin. „Die bestellen heute noch hin und wieder bei mir“, sagt sie.
Neben Geburtsbildern und Karten beschriftet die zweifache Mutter alles, was sich die Kunden wünschen – von Feuertonnen über Eierbecher bis hin zu Schaufenstern oder Tafeln. Die Corona-Zeit habe ihrem kreativen Business noch mal Schub gegeben. „Ich konnte nicht im Hotel arbeiten, war in Kurzarbeit und habe vieles ausprobiert.“
Auch ihre Kinder bastelten in der Zeit besonders viel mit ihr. Noch heute helfen Tochter und Sohn immer wieder. „Der Kleine klebt zum Beispiel mein Logo auf die Tüten.“
Gerade zu Ostern oder Weihnachten habe sie viel zu tun. „In einem Jahr habe ich mehr als 600 Weihnachtskugeln beschriftet“, sagt sie. Auch Unternehmen aus Kühlungsborn und der Region werden auf ihr Geschäft aufmerksam. „Ich habe schon Gastgeschenke für das ‚Upstalsboom‘, das ‚Arosa‘ und das ‚Feels‘ gebastelt.“
Auch das Hotel „Polarstern“ sowie die Tourismus, Freizeit und Kultur GmbH (TFK) bestellten bei ihr. Zuletzt entwarf Kira Schriewer verschiedene Postkarten für das Sea-&-Sand-Festival in Kühlungsborn.
Vor einem Jahr erfüllte sie sich einen Traum und richtete ein Bauwagen-Atelier im Garten ein. „Ich wollte einen Platz, an dem ich arbeiten kann. Und einen Raum, in dem Kunden Sachen abholen können. Viele wollten gern sehen, was ich noch so habe. Und das kann ich hier zeigen.“
In dem alten Bauwagen finden sich Geschenke, wie Kerzenhalter oder Deko aus einer Gussmasse. Vieles verziert mit Kiras Schriften. Oft probiert sie Neues, will sich abheben. „Meine Bilder aber bleiben – die sind sozusagen die Grund-DNA.“
Es brauche mehr als Kreativität, um aus dem Hobby ein Unternehmen zu machen. „Man muss kalkulieren, Rechnungen schreiben, Ware bestellen, Sachen lagern und vieles mehr.“ Ohne den Rückhalt ihrer Familie könne sie das alles nicht schaffen.
Denn zusammen mit Fotografin Nadine Sorgenfried betreibt die Kühlungsbornerin außerdem den Online-Shop „Hängbar“.
Und: Seit Jahren präsentiert Kira Schriewer ihre Stücke beim Hallenweihnachtsmarkt von Janine Pusch. Zusätzlich möchte sie gern eigene kleine Events organisieren. Zu Ostern oder Weihnachten beispielsweise hat es bereits Aktionen gegeben.

Jonas Uhlig (20) erarbeitete sich als Kind knapp 75.000 Euro – und verzockte das Geld fast komplett. Mit dem Rest startet der Warnemünder jetzt als Gründer durch.

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